Geschichte

Die Geschichte von Egernsund Tegl lässt sich bis in die 1880er Jahre zurückverfolgen. Durch die Grabungsarbeiten für den Nord-Ostsee-Kanal entstand eine große Nachfrage nach Ziegeln. Der Kanal wurde als Ersatz für den Eider-Kanal gebaut, der zu wenig Kapazität hatte, um den ständig wachsenden Dampfschiffverkehr zu bewältigen. Zu dieser Zeit wurden in der Gegend um die Flensburger Förde zahlreiche Fabriken und Wohngebäude errichtet. Nach Fertigstellung des Nord-Ostsee-Kanals lag es nahe, die eigens eingerichteten Produktionsstätten weiterhin zu nutzen. Egernsunder Ziegel wurde daher als Vertriebsorganisation für die lokalen Ziegeleien gegründet, die in jeder Saison gemeinsam mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigten.

Heute fungiert Egernsund Tegl als Vertriebsorganisation für insgesamt fünf Ziegelwerke im dänischen Jütland, betrieben von drei engagierten Ziegelei-Besitzern. Drei Unternehmer mit jeweils eigener Geschichte und eigener Herangehensweise an das Thema Ziegel. Ihre Vielfalt schafft die Basis für ein abwechslungsreiches und attraktives Ziegelsortiment, das zu den größten in Skandinavien zählt.

Wenn es nach unseren Ziegelei-Besitzern geht, dann ist ihr Beruf nicht an der Universität zu lernen, sondern beruht hauptsächlich auf Erfahrung, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Oft ist man schon von Kindesbeinen an in die Produktion eingebunden – das Interesse an Ton und die Neugier am Thema Ziegel ergibt sich dabei schon früh im Leben ganz von selbst.

Im Jahr 1894 gab es unter Egernsund Tegl 33 Ziegeleien – heute sind es nur noch fünf. Die Ziegelproduktion ist dagegen von 53 Millionen auf 101 Millionen Ziegel pro Jahr gestiegen.